Grenzüberschreitungen XI – 2019

Ein gemeinsames Projekt von Jazzclub „FUCHS“ e.V. und BIG e.V. Chemnitz.

Gefördert durch den Kulturraum Stadt Chemnitz. Dieses Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes. Mit freundlicher Unterstützung durch den Kfz-Meisterbetrieb Bondzio.

Hamid Drake / Pasquale Mirra

Montag, 13. Mai 2019, 20:00 Uhr 
Weltecho Cafe, Annaberger Straße 24, 09111 Chemnitz
Eintritt 15,00 €, ermäßigt 8,00 €


Hamid Drake, perc
Pasquale Mirra, vib

Gegen Ende der 1990er Jahre wurde Hamid Drake allgemein als einer der besten improvisierenden Percussionisten bekannt. Er vereint afro-cubanische, indische und afrikanische Percussionsinstrumente und Einflüsse mit dem traditionellen Drumset. Drake ist 1955 in Monroe, LA, geboren und zog mit seiner Familie nach Chicago. Das Studium beim Sohn von Fred Anderson öffnete ihm den Zugang zu dessen Band und zu George Lewis und anderen Mitgliedern des AACM. Er arbeitete mit den wichtigsten improvsierenden Musikern: Peter Brötzmann im Chicago Tentet (Be Music, Night), Fred Anderson, Ken Vandermark und Kent Kessler, dem Georg Graewe Quartet, Don Cherry, Pharoah Sanders, Mahmoud Gania, William Parker, Michael Zerang und vielen anderen. Drake ist sehr vielseitig, er spielte auch Weltmusik im Foday Muso Suso's Mandingo Griot Society, in der Latin Jazz Band Night on Earth und auch Reggae.

Pasquale Mirra ist Vibraphonist und einer der aktivsten Komponisten des italienischen und internationalen Jazz. Er arbeitete mit so bedeutenden Musikern der zeitgenössischen improvisierten Musik wie Michel Portal, Fred Frith, Nicole Mitchell, Tristan Honsinger, Ernst Rijseger, Rob Mazurek, Ballaké Sissoko, Butch Morris, Lansiné Kouyaté, Jeff Parker, Michael Blake und einigen der talentiertesten italienischen Musiker wie  Gianluca Petrella, Fabrizio Puglisi, Cristiano Calcagnile, Roy Paci und vielen anderen zusammen. In den Jahren 2013, 2014 und 2015 war er als der beste italienische Vibraphonist durch das Jazz it Magazine ausgezeichnet. Im Jahr 2014 war er als einer der weltbesten Musiker durch den Musica Jazz magazine’s Kritiker Poll nominiert. Mirra ist Mitglied der Band Mop Mop, die am sound track des Woody Allen-Film ‘To Rome with Love’ mitwirkte.


Seit 2008 bilden Hamid Drake und Pasquale Mirra ein ständiges Duo, das mit mehreren breit angelegten Projekten auf den wichtigen Festivals in Europa und Amerika  auftritt.

TRIO Dikeman – Edwards - Lillinger

Dienstag, 4. Juni 2019, 19:30 Uhr 
Neue Sächsische Galerie, Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz
Eintritt 15,00 €, ermäßigt 8,00 €


John Dikeman sax
John Edwards bass
Christian Lillinger drums

Wir werden ein Konzert der zweiten und dritten Generation frei improvisierender Musiker, die die Epoche des Freejazz der Endsechziger nicht mehr mitgestaltet haben, erleben.  Wir werden Musik hören, die aus den Erfahrungen der Musiker der ersten Generation und den Erfahrungen mit der Musik der Jahrtausendwende wichtige Impulse für die Gegenwart setzt. Wir werden energetische Musik, die frei von ideologischen Zwängen, anregend und stimulierend sein wird, erleben.

John Dikeman
1983 in Nebraska geboren, wuchs in Kemmerer (Wyoming) auf; frühe Vorbilder waren John Coltrane, Cecil Taylor, John Zorn und Albert Ayler. Ab 1999 studierte Dikeman Saxophon und Komposition an der Interlochen Arts Academy und kurze Zeit bei Milford Graves; daneben bei Joe Maneri. Er lebte jeweils in New York City, in Philadelphia., mehrere Jahre in Kairo. 2007 zog er nach Amsterdam und arbeitete in der dortigen Improvisation-Szene. Live-Auftritte und CD-Aufnahmen u. a. mit Joe McPhee, Han Bennink, Andy Moor, Ab Baars, Nate McBride, Fred Lonberg-Holm, Michael Vatcher, Wilbert de Joode, Jasper Stadhouders, Klaus Kugel.  Jason Roebke und Joshua Abrams, Frank Rosaly und Mike Reed sowie Jeb Bishop.

John Edwards

ist 1964 geboren. Um1990 trat er erstmals mit Musikern wie Roger Turner, Lol Coxhill, Maggie Nichols oder Phil Minton auf. Er ist regelmäßiger Begleitmusiker von Londons Szene der improvisierten Musik, er war Mitmusiker von Evan Parker in verschiedenen Formationen und arbeitete außerdem mit Tony Bevan, Jon Lloyd, Veryan Weston und Elton Dean,  Michel Doneda, Paul Dunmall, Gerd Dudek, Hans Koch, Sunny Murray, dem London Improvisers Orchestra, Michel Waisvisz und John Butcher sowie im Duett mit dem Perkussionisten Mark Sanders (Nisus Duets, 2002). Mit Paul Lovens und dem Posaunisten Paul Hubweber bildet er das Trio PaPaJo.

Christian Lillinger
ist 1984 in Lübben/Deutschland geboren. Er studierte bei Günter Sommer. Zwischen 2001 und 2003 war er Mitglied im Bundesjugendjazzorchester. Seit 2012 ist er Mitglied des Vorstands der Union Deutscher Jazzmusiker. Lillinger spielt im Trio Hyperactive Kid mit dem Saxophonisten Philipp Gropper und dem Gitarristen Ronny Graupe. Daneben arbeitet Lillinger mit bekannten Musikern wie Rolf Kühn, Joachim Kühn, Rudi Mahall, Ernst-Ludwig Petrowsky, Elan Pauer, Peter Evans, Wanja Slavin, Robert Landfermann u.a. Christian Lillinger beschreibt seine Auffassung von aktuellem Jazz:"Die Vorstellung von "Rhythmus - Gruppe hier, Melodie - Sektion da sei überholt". Ein Piano sei ein "Schlagzeug mit Tönen", so wie sein "Schlagzeug ein Melodie-Instrument" sei. Um dessen Tonskala zu erweitern, nutzt der Drummer neben seinem herkömmlichen Handwerkzeug Autohupen und Kinderrasseln. Auch das Knistern von Plastikflaschen gehört zu Lillingers Klang-Repertoire.“ (Spiegel online)