Grenzüberschreitungen V – 2012
Ein gemeinsames Projekt von Jazzclub "FUCHS" e.V. und BIG e.V. gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und die Stadt Chemnitz
Grenzüberschreitungen ist ein Projekt, mit dem wir erstmals 2008 angetreten sind, Raum für modernen Jazz, für improvisierte Musik, Raum für moderne Kunst zu schaffen. Grenzen zu überschreiten, dass heißt, Altes, Bekanntes und Bewährtes hinter sich zu lassen - sich dem Neuen zu öffnen. In diesem Sinne sind Grenzüberschreitungen immer auch Voraussetzung für Innovation, für Neuerung. Ohne Grenzen zu überschreiten, wäre ein Fortschritt nicht denkbar.
Veranstaltungen 2012
Kartenreservierungen gern auch per Email an
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Freitag, 27. April 2012, 20.00 Uhr ALAN-TOMLINSON-TRIO feat. Christoph Winckel
Im Weltecho, Annaberger Straße in Chemnitz Eintritt: 15,- € bzw. 8,- € (ermäßigt)
Alan Tomlinsen; Posaune Christoph Winckel; Kontrabass Willi Kellers; Percussion
Die Rhythmus-Gruppe (Winckel-Kellers) erfüllt ihre Aufgabe seit 30 Jahren so : sie springt nach vorne in die Melodie zu den Bläsern – und ein Posaunist wie Tomlinson springt dann einfach weiter: mit der Posaunen-Melodie in die Körper-Performance direkt ins Publikum hinein! Im Fachjargon: Direkt-Musik.
Christoph Winckel, geb. 1950 in Zeitz, ist als einer der experimentierfreudigsten und eigene Wege gehenden Musiker im Jazz bzw. der improvisierten Musik bekannt. Er spielte mit vielen nationalen und internationalen Größen des Jazz, wie u.a. mit Manfred Schulze, Joe Sachse, Charlie Mariano, Andreas Altenfelder, Johannes Bauer, Jay Oliver, Willi Kellers, Chris Cutler, A.R. Penck, David Moss, Peter Kowald, John Butcher, Peter Brötzmann, Maggie Nicols. Teilnahme an Festivals in Russland, Polen, Schweiz, England, Frankreich, Österreich, USA, Finnland, Italien bringen genau wie diverse TV- und Radioproduktionen seine viel gefragten musikalischen Fähigkeiten zum Ausdruck
Alan Tomlinson ist ein oft unberechenbarer, exzessiver Posaunenspieler, der immer seine Ideen auf die Bühne bringt. Willi Keller zeigte 2007 u.a. beim Total Music Meeting in Berlin, „ dass er einer der originellsten Schlagzeuger der europäischen Szene ist“(Berliner Zeitung).
Sonnabend, 28. April 2012, 10.00 und 14.00 Uhr (je 90 Minuten) Gunter Hampel (Bassclarinette / Flöte) - Kinderworkshop
TU Chemnitz, Altes Heizhaus, Straße der Nationen 62
Jedes Kind soll bitte ein Instrument und ein Perkussionsinstrument mitbringen. Gefragt sind kleine Handtrommeln, Bongos, Rasseln aller Art, kleine Vibraphone, Xylophone aus dem orffschen Musikwerk oder Latin Perkussion. Etwa 10 Perkussionsinstrumente werden vom Jazzclub zur Verfügung gestellt.
2 x 1,5 Stunden Frage und Antwort und Kollektiv Improvisationen mit Gunter Hampel plus Abschlusskonzert.
Gunter Hampel bringt seine Bassclarinette und seine Flöte mit.
Vorzugsweise für 6 bis 14 jährige. Es sind auch Gruppenbildungen innerhalb des Workshops möglich. Die Teilnehmer sollen sportliche Kleidung und Turnschuhe tragen.
Im Auftrage der Bundesregierung in Bonn schuf Gunter Hampel 1972 ein neues Kinderschulwerk, das auf den Improvisationen der Jazzmusik und seinen Erfahrungen mit europäischen und afroamerikanischen Musikern entwickelt und die Bewegungen, den Tanz des Körpers und des sportlichen Teamgeistes einbezieht.
Er entwickelte bei jedem Workshop, sei es, wie hier, als mitspielender Dozent oder mit seinen weltberühmten Ensembles, z.B. mit seiner Music+Dance Improvisation Company, ein auf das Potential der Kinder spezifiziertes, eigenständiges Spielprogramm, bei welchem die Mitwirkenden in wenigen Minuten so eingespannt sind, dass Spiellaune und Spass die Lernprozesse entwickeln, die die Workshopteilnehmer zu unendlichen Variationen führt, dass zum Schluss der Veranstaltung ein spannendes, spontanes Programm auch für Zuhörer und Seher sich entfaltet.
Neben den höchsten Auszeichnungen der internationalen Jazzwelt in den USA und Europa, erhielt Gunter Hampel in Deutschland u.a. auch das Bundesverdienstkreuz am Bande, für die kreative Neufindung zeitgenössischer Unterrichtsprogramme, die auch die Vermittlung der spontanen Vorgänge des gemeinsamen Jazzimprovisierens in die täglichen Abläufe menschlicher Kommunikationen rückt.
Sonnabend, 28. April 2012, 19.00 Uhr Kinderworkshop Abschlusskonzert
TU Chemnitz, Altes Heizhaus, Straße der Nationen 62 Eintritt für Besucher: 5,- €
Freitag, 8. Juni 2012, 20.00 Uhr Trio LDP feat. Barre Phillips
TU Chemnitz, Altes Heizhaus, Straße der Nationen 62 Eintritt: 15,- € bzw. 8,- € (ermäßigt)
Urs Leimgruber; Saxophon Jacques Demierre; Klavier Barre Phillips; Kontrabass
Seit Jahren arbeiten Urs Leimgruber, Jacques Demierre, Barre Phillips im drummerlosen Trio. Und gehen damit - Evan Parker sagt es in den kurzen "liner notes" - den langen Weg bis zum legendären Jimmy Guiffre Trio zurück. Damals ging es um eine nie gehörte Leichtigkeit, den Impressionismus im Jazz, getupften Klang. Leimgruber, Demierre, Phillips finden ihre Schönheit am andern Ende des Raumes. In der radikalsten Variante der Improvisation, die keine Rücksicht auf konventionellen Aufbau und Fortschreiten eines Themas legt, in der es gleich um den entkernten Inhalt geht. Um das Evozieren und Festhalten des flüchtigen Ereignisses. Und das gelingt zauberhaft.
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