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Grenzüberschreitungen X-2017 Teil II

Ein gemeinsames Projekt von Jazzclub „FUCHS“ e.V. und BIG e.V. Chemnitz, gefördert durch die Stadt Chemnitz, mit freundlicher Unterstützung durch Kfz-Meisterbetrieb Bondzio

 

Mit dem Festival „Grenzüberschreitungen X-2017“ rücken wir eine Instrumentengruppe in den Fokus, die vordergründig eher mit einem Sinfonieorchester in Verbindung gebracht wird, die Streichinstrumente.

Während der Kontrabass in der Geschichte des Jazz als Begleitinstrument eine große Rolle spielt, sind Violine und Cello eher selten präsent. Ausnahmen sind die großen Swing Or­ches­ter der 30/40 iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, sie kamen nicht ohne eine Strei­cher­grup­pe aus. Mit dem Gypsy Jazz, dem Hot Club de France machte Stephane Grappeli die Violine zu einem überragenden Soloinstrument in diesem Genre.

Der Freejazz befreite den Kontrabass aus seiner Funktion als Rhythmusgeber und stellte ihn gleichberechtigt neben die anderen Instrumente (Peter Kowald).

Klassisch ausgebildete Musiker beschäftigen sich mit den Möglichkeiten der improvisierten Musik und loten das Klangspektrum der Saiteninstrumente manchmal bis zur Schmerzgrenze aus.
Hier setzen wir an und lassen sehr individuelle Künstler Ihre musikalischen Intentionen und die Klangwelten Ihrer Instrumente vorstellen.

Donnerstag, 26. Oktober 2017, 19:30 Uhr

in der Neuen Sächsischen Galerie, Das Tietz, Moritzstraße 20, Chemnitz

 

Eintritt: 15,00 €  Ermässigungsberechtigte: 8,00 €

 

Konzert: Charlotte Hug - Viola Solo


Charlotte Hugs innovative musikalisch-visuelle Performances an speziellen Orten sorgen international für Furore. Sie spielte u.a. im Stollen des Rhônegletschers, im unterirdischen ehemaligen Gefängnis „house of detention“ in London, im halbgesprengten Bunker Humboldthain in Berlin, liess sich in Cork Irland vom Atlantischen Ozean überfluten oder performte an der Mainstation Golden Acre in Cape Town.  Die Extremmusikerin weitet die Möglichkeiten ihres Instrumentes stets aus und erfindet die Viola neu. Ihre Spezialität sind Klangmischungen von Viola und Stimme. So entsteht ihre unverwechselbar eigene Klangsprache.

Hug lebt in Zürich und unterwegs. Nach Studienabschlüssen in Bildender Kunst und Musik, erhielt sie diverse Auszeichnungen und Kompositionsaufträge.

Im Kunst- wie im Musikkontext finden Hugs Klangzeichnungen, Son-Icons, internationale Beachtung. Nebst internationalen Ausstellungen führt sie ihre rege Konzerttätigkeit als Solistin, Komponistin, Dirigentin ihrer eigenen Werke sowie als Improvisatorin an massgeb­liche Festivals in Europa, Nord- und Südamerika sowie Kanada.

Sie ist Gastdozentin an Universitäten und Kunsthochschulen, z.B. MC Gill University Montreal, CNMAT of the University of California Berkeley, The School of the Art Institute of Chicago etc. Seit 2008 ist sie Dozentin an der Zürcher Hochschule der Künste im transdisziplinären Bereich.
Zusammenarbeit verbindet sie mit internationalen Grössen wie mit dem Photographen und Filmemacher Alberto Venzago, dem Theater- und Opern-Regisseur Jossi Wieler, den Musi­kern Joan Jeanrenaud des Kronos Quartettes, Maggie Nicols, Barry Guy, Phil Minton, Larry Ochs, Evan Parker, Elliott Sharp etc.

Artistic statement: „In den Zwischenräumen und Randzonen der Medien und Disziplinen eröffnen sich mir neue Denk- und Schaffensräume – hier entsteht Erneuerungspotential.“