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Grenzüberschreitungen VIII – 2015

 



Ein gemeinsames Projekt von Jazzclub „FUCHS“ e.V. und BIG e.V. Chemnitz, gefördert durch die Stadt Chemnitz


Mittwoch, 3. Juni 2015, 19.30 Uhr
in der Neuen Sächsischen Galerie, Das Tietz, Bahnhofstraße, Chemnitz
Konzert: Peter Brötzmann solo

Peter Brötzmann (*1941) zählt zweifelsohne zu den aktivsten und profiliertesten Saxophonisten der impro¬vi¬sier-ten Musik. Nach einem Studium der bildenden Kunst in Wuppertal erarbeitete er autodidaktisch das Saxophon und die Klarinette. In den 60er Jahren löste er mit seiner Spielweise des powerplay und durch seine „Ästhetik des Aufschrei“ entscheidende Prozesse der Wandlung des europäischen Jazz mit ein.

Neben der Arbeit in den bekannten Bands wie Chicago Tentet, Last Exit, Full Blast sind die Solo-Auftritte eher selten, ermöglichen aber einen umfassenderen Einblick in Brötzmanns Musik mit oftmals ruhigeren, fast lyrischen Stücken.



Freitag, 5. Juni 2015, 20.00 Uhr
Ostflügel des Schauspielhaus, Zieschestraße, Chemnitz
Konzert: B.I.G. e.V.



Sonnabend, 6. Juni 2015, 19.30 Uhr
in der Neuen Sächsischen Galerie, Das Tietz, Bahnhofstraße, Chemnitz
Konzert: New Old Luten Trio

Ernst-Ludwig „Luten“ Petrowsky, reeds
Oliver Schwerdt, p
Christian Lillinger, dr

Luten Petrowsky (*1933) ist eines der Urgesteine des zeitgenössischen Jazz. Er war Mitinitiator der Entwick¬lung, die in der DDR im Zentralquartett mündete. International spielte er unter Anderem in Schlippenbachs Globe Unity Orchestra, der George Gruntz Concert Jazz Band, dem European Jazz Ensemble. 1997 wurde er mit dem Deutschen Jazzpreis ausgezeichnet.
Oliver Schwerdt erhielt für seine Leistung als Pianist und Ensembleleiter im Jahr 2006 das Leipziger Jazz-Nach-wuchs¬stipendium der Marion-Ermer-Stiftung. Die Kritiker Ken Waxman (Jazzword) und Rigobert Dittmann (Bad Alchemy) hören in Schwerdts Klavierspiel Reminiszenzen an Oscar Peterson, Bill Evans, Cecil Taylor sowie Alexander von Schlippenbach. (wikipedia)
Christian „Lillinger beschreibt seine Auffassung von aktuellem Jazz …: Die Vorstellung von "Rhythmus-Gruppe hier, Melodie-Sektion da" sei "überholt". Ein Piano sei ein "Schlagzeug mit Tönen", so wie sein "Schlagzeug ein Melodie-Instrument" sei. Um dessen Tonskala zu erweitern, nutzt der Drummer neben seinem herkömmlichen Handwerkzeug Autohupen und Kinderrasseln. Auch das Knistern von Plastikflaschen gehört zu Lillingers Klang-Repertoire.“ (Spiegel online)

Rezension eines Konzertes des Trio in der Mitteldeutsche Zeitung:
„… Sorgte doch der Alt-Jazzer neben einem denkwürdigen Konzerterlebnis auch für den Beweis, dass man mit wachsender Anzahl von Lebensjahren nicht zwangsläufig dem Mainstream verfallen muss. Und das ist doch eine wunderbare Anschauung.“


Eintrittspreis für die Konzerte: 15,00 € bzw. 8,00 € (Ermäßigungsberechtigte)